Robert Stolz – Leben und Werk
Abstammung und frühe Kindheit - die ersten 10 Jahre
Robert Stolz wurde am 25. August 1880 in Graz geboren und entstammte einer hochmusikalischen Familie. Sein Vater Jakob Stolz war Komponist und Musikdirektor, seine Mutter Ida Stolz eine angesehene Konzertpianistin. Schon früh zeigte sich sein außergewöhnliches Talent: Bereits als Kind erhielt er intensiven Musikunterricht und trat schon im Alter von etwa sieben Jahren als Pianist auf Konzertreisen auf.
Seine musikalische Ausbildung führte ihn nach Graz, Wien und Berlin, wo er unter anderem bei renommierten Lehrern wie Robert Fuchs und Engelbert Humperdinck studierte.
Beginn seiner Karriere als Dirigent und Komponist
Nach Abschluss seiner Ausbildung begann Stolz seine Laufbahn als Kapellmeister und Dirigent. Er arbeitete in Städten wie
Maribor, Salzburg und Brünn,
bevor er 1917 musikalischer Leiter am berühmten Theater an der Wien wurde.
Parallel dazu entwickelte er sich zunehmend zum Komponisten. Seine ersten Operetten und Lieder fanden rasch Anklang beim Publikum. Bereits in dieser Zeit zeigte sich sein Talent für eingängige Melodien und Unterhaltungsmusik, die später zu seinem Markenzeichen wurden.
Während des Ersten Weltkriegs diente Stolz im österreichischen Heer, kehrte nach dem Krieg sehr schnell zur Musik zurück
Durchbruch und seine Berliner Zeit etwa zwischen 1920 und 1930
In den 1920er-Jahren zog Stolz nach Berlin, das damals ein Zentrum der Unterhaltungs- und Filmindustrie war. Hier erlebte er seinen großen Durchbruch.
Er komponierte zahlreiche Operetten, Schlager und Filmmusiken. Besonders erfolgreich war die Musik zum Film
„Zwei Herzen im Dreivierteltakt“ (1930),
dessen Walzer weltweit bekannt wurde.
Zu seinen bekanntesten Liedern zählen u. a.:
„Im Prater blüh’n wieder die Bäume“
„Adieu, mein kleiner Gardeoffizier“
Sein Stil war typisch für die damalige sogenannte „leichte Muse“: melodisch, elegant, oft vom Wiener Walzer geprägt und beim Publikum sehr beliebt.
Nationalsozialismus und Emigration
Mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus änderte sich Stolz’ Leben drastisch. Er lehnte das Regime ab und half aktiv Verfolgten: Berichten zufolge schmuggelte er mehrfach, unter Lebensgefahr, Juden und politisch Verfolgte aus Deutschland.
Nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938 musste er selbst emigrieren. Über Zürich und Paris gelangte er schließlich 1940 in die USA.
In Amerika konnte er seine Karriere erfolgreich fortsetzen. Besonders bekannt wurde seine Konzertreihe
„A Night in Vienna“ in der Carnegie Hall.
Zudem komponierte er Filmmusik für Hollywood und erhielt
zwei Oscar-Nominierungen:
Rückkehr nach Wien und sein spätes Schaffen zwischen 1946–1975
Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte Stolz 1946 nach Wien zurück, wo er bis zu seinem Lebensende wirkte.
In den folgenden Jahrzehnten war er unermüdlich tätig:
Besonders bedeutend war seine Arbeit für die
Wiener Eisrevue, für die er ab 1952 insgesamt 19 Eis-Operetten
komponierte.
Zudem setzte er sich intensiv für die Pflege der klassischen Wiener Operette ein und dirigierte Werke von Komponisten wie Johann Strauss, Franz Lehár oder Emmerich Kálmán.
Stil, Bedeutung und Werk
Robert Stolz gilt als einer der letzten großen Vertreter der Wiener Operettentradition. Sein Gesamtwerk ist beeindruckend:
Seine Musik zeichnet sich aus durch:
Viele seiner Werke wurden so bekannt, dass sie oft für Volkslieder gehalten werden.
Ehrungen und Lebensende
Robert Stolz erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter:
Ehrenbürgerwürde der Stadt Wien (1970)
Große Ehrenmedaille der Stadt Wien
Er blieb bis ins hohe Alter aktiv und arbeitete noch kurz vor seinem Tod an Musikaufnahmen.
Robert Stolz starb am 27. Juni 1975 in Berlin während einer Arbeitsphase. Er wurde in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof beigesetzt.
Bedeutung für die Musikgeschichte
Robert Stolz wird oft als
„letzter Meister der Wiener Operette“
bezeichnet.
Er verband die klassische Operettentradition mit moderner
Unterhaltungsmusik und Film.
Seine Werke überdauerten politische Umbrüche und Generationenwechsel und gehören bis heute zum festen Bestandteil der deutschsprachigen Musiktradition.
Die Seite "Robert Stolz war schon eine echte Herausforderung" gute 2.000 Tondokumente, veröffentlich werden über 1.600 (!)
Robert Stolz war >Komponist< und dirigierte Orchester von Weltruf, er war international in Sachen Musik tätig. Entsprechend auch seine veröffentlichten Musikalben. Das eine oder andere Lied wird doppelt sein, aber in seiner "Intpretation" immer irgendwie anders. Ich habe aus diesem Grunde diverse Seiten für die Wiedergabe der Tondokumente eingerichtet.
Beachtung: diese Website "Robert stolz" ist nahezu zu rund 95% fertig gestellt. Komplett verlinkt, jedoch fehlen einige Unterseiten, da noch eine kleine Anzahl von "Tondokumenten"
Benutzen Sie deshalb unbedingt die nachfolgenden musikalischen Links um die Tondokumente in Ruhe zu hören. Vielen Dank.